Sicherheit

So schützen wir eure Daten

Actarium ist Ende-zu-Ende-verschlüsselt: Alles, was ihr eintragt, wird in eurem Browser verschlüsselt, bevor es unseren Server erreicht. Der Server speichert nur Chiffretext – und hat keinen Schlüssel dazu.

1. Der Link ist der Schlüssel

Beim Anlegen einer Liste erzeugt dein Browser ein zufälliges Geheimnis (256 Bit). Es steht im Link hinter dem #-Zeichen. Diesen Teil einer Adresse schicken Browser grundsätzlich nicht an Server – er taucht in keinem Server-Log auf.

Aus dem einen Geheimnis leitet der Browser mit HKDF-SHA-256 alles Weitere ab. Kennung und Hash helfen dem Server, die richtigen Daten auszuliefern und Schreibrechte zu prüfen – lesen kann er damit nichts.

Was unser Server sieht

  • eine zufällige Kennung pro Liste
  • Prüfwerte (Hashes) der Zugangs-Token
  • wann sich etwas geändert hat und wie viele Datensätze es gibt
  • die Größe der Datensätze (auf feste Blöcke aufgefüllt)

Was er nicht sieht

  • Titel, Notizen und Entscheidungen
  • Namen von Verantwortlichen
  • Fälligkeiten und Status
  • Namen der Listen und Meetings
  • den Schlüssel selbst

2. Drei Arten von Links – Rollen ohne Konten

Die schwächeren Links werden aus dem Team-Link abgeleitet. Sie verraten ihn nicht – mit einem Lese-Link kann man nie schreiben.

3. Der Briefkasten

Schwester-Tools wie Votarium sollen Maßnahmen aus einem Meeting in eure Liste schreiben können – ohne selbst lesen zu dürfen. Dafür hat jede Liste ein Schlüsselpaar: Mit dem öffentlichen Schlüssel kann jedes Tool einen Brief versiegeln, öffnen kann ihn nur ein Gerät mit Team-Link. Selbst ein gehacktes Schwester-Tool könnte höchstens Briefe einwerfen.

4. Ehrliche Grenzen

Wer den Link hat, hat Zugriff. Landet der Team-Link in einem großen Chat, kann jede Person darin die Liste ändern. Teilt Lese-Links, wo Lesen reicht.
Link weg = Daten weg. Wir können keinen Schlüssel wiederherstellen. Legt den Link sicher ab und ladet ab und zu eine verschlüsselte Sicherung herunter.
Ihr vertraut dem Programmcode. Wie bei jeder Verschlüsselung im Browser kommt der Code von unserem Server. Ein manipulierter Server könnte manipulierten Code ausliefern. Wir setzen strikte Sicherheitsregeln (CSP), laden keine fremden Skripte und veröffentlichen den Quellcode.
Metadaten bleiben sichtbar. Der Server sieht, wann und wie oft eine Liste benutzt wird – aber nicht, was darin steht.

Technik in Kürze

  • AES-256-GCM – Verschlüsselung jedes Datensatzes, gebunden an Liste, Art und Kennung
  • HKDF-SHA-256 – Ableitung aller Schlüssel aus dem Geheimnis im Link
  • ECDH P-256 – versiegelte Briefe für den Briefkasten (angelehnt an HPKE)
  • PBKDF2-SHA-256, 600 000 Runden – Passwortschutz für Sicherungsdateien
  • Web Crypto API – die eingebaute Kryptografie des Browsers, keine Fremdbibliothek

Gleiche Rechnung auf allen Geräten: Änderungen werden einzeln verschlüsselt und im Browser zusammengeführt („letzte Änderung gewinnt“ pro Feld). Lücken oder ein zurückgespulter Stand fallen auf.